Donnerstag, 17. März 2016

Selten so erstaunt geguckt

Ich bin ein überzeugter Handwerker und baue viel allein zu Hause. Umso mehr freute ich mich, als ich dieses Messgerät durch eine Aktion zur Verfügung gestellt bekam. Es wurde gut verpackt nach wenigen Tagen dann geliefert und ich konnte es mir dann etwas genauer anschauen.
 
Selten so erstaunt geguckt

Mich kann man eigentlich nicht so schnell umstimmen, wenn ich ein Gerät / Produkt in der Hand halte und es mir erstmal zusagt, aber wenn ich intensiver mich mit dem jeweiligen Produkt befasse, dann erst kommt die Erkenntnis. Das Multimeter ist vom Grunde her für den normalen Heimwerker auch gut verständlich, man kann da eigentlich nichts verkehrt machen  einschalten, die Prüfkabel rein und messen – irgendwie bekommt man es schon hin, zur Not nimmt man dann die Bedienungsanleitung.


Diese ist jedoch auch nicht professionell, denn viele Sätze liest man im bekannten „Denglisch“. Kleine Überprüfungen sind kein Problem, sprich das Prüfen von Schaltkreise bei Elektroautos / Drohnen (Spielzeug) und Batterien, alles kein Problem. Doch schaut man sich dann das Messgerät etwas genauer an – grübelte ich dann schon ob ich es weiter benutze und Habs dann gelassen.

Der Grund ist ganz einfach – das Messgerät hat keine Sicherheitsmerkmale. Heißt, es gibt zwar ein aufgedrucktes CE Siegel – ich betone aufgedruckt auf der Messskala und auf der Verpackung, doch kein richtiges auf dem Gerät selbst. Auch das GS Siegel fehlt. Heißt für mich und ich hab überall nachgeschaut, ich finde nirgends ein Prüfsiegel – außer das Aufgedruckte, was ich bei Produkten aus China, Tschechien auch habe – doch das sagt mir nichts Genaueres.

Laut Anleitung sollte man 500 V nicht überschreiten beim Messen – hier muss ich sagen, bei einem Gerät was keine sichtbaren Prüfsiegel besitzt, werde ich mich hüten bei dieser V-Zahl nachzuprüfen. Ich war dann mal so frei und habe das Gerät auseinandergebaut, denn das muss man eh, um später irgendwann einmal die Batterie zu wechseln, es gibt hier kein Batteriefach um mal schnell die leere gegen eine volle auszutauschen, man muss das Gerät aufschrauben.

Somit hatte ich dann gleich das innere des Gerätes vor mir liegen. Ich bin kein Profi, nur ein Otto-Normalverbraucher, der gern zu Hause etwas baut, repariert usw. aber – ich habe mir dann auch den Rat eines Bekannten geholt der jahrelang mit solchen Prüfgeräten gearbeitet hat und meine Meinung wurde dann auch bestätigt. Weniger ist hier auf jeden Fall nicht mehr. 

Billige Verarbeitung, optisch nicht vertrauenserweckend – keine wirklichen Prüfsiegel. Ich glaube die Batterien (9-Volt Block)-  übrigens auch Made in China, wie das Gerät selbst, war hier das Wertvollste am ganzen Gerät. Sicher ist das CE Siegel auch eine bestimmte Sicherheitsmarkierung, heißt der Hersteller sagt damit, es sei sicher. 

Doch ich bin eher einer, ich will ein Siegel richtig sehen, ich vertraue da eher dem GS Siegel, vorallem bei Elektrogeräten (hier fließt auch Strom) und bin skeptisch, wenn ich ein Siegel irgendwo aufgedruckt sehe statt auf dem Gerät selbst.

Vielen Dank fürs Lesen.
©Donnerstag, 17. März 2016




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