Samstag, 19. September 2015

Sporthotel Middelpunkt - 26607 Aurich-Middels

Hallo alle. Da ich, wie einige von meinen Stammlesern schon wissen, aktuell oft unterwegs bin, übernachten wir auch viel in verschiedenen Hotels, Hostel und Pensionen. Nachdem wir anfangs eine heruntergewirtschaftete Unterkunft bekamen, freuten wir uns bei diesem Hotel hier besonders sehr, als wir im Vorfeld uns auf der Webseite des Betreibers erkundigten und so die ersten Eindrücke vom Hotel sammeln konnten – und – wir wurden nicht enttäuscht.

Sport machen

Ostfriesland – da kommt einem doch gleich „Otto“ in den Sinn und „Moin Moin“. Das „Sporthotel Middelpunkt“ wurde 1998 erbaut und besteht aus einem großen U-förmig angeordneten Komplex mit 2 Etagen. Das Hotel verfügt über 3 Eingänge und zu jedem gehört auch ein Fahrstuhl. Der Außenbereich ist teilweise überdacht, es gibt auch vor den Eingängen Zigarettenbehälter, hier werden also die Raucher nicht diskriminiert und auf die Straße (Fußweg/Gehweg) geschickt wie in manch anderen Hotels.

Etwas unpraktisch fand ich den Check-In. Dieser ist leider nicht im „Sporthotel Middelpunkt“ durchzuführen, sondern dieser muss etwa 1000 Meter weiter in einem Langgasthof (gehört alles zusammen) getätigt werden. Auch findet man dort verschiedene Angebote zu sportlichen Aktivitäten wie Fahrradfahren, Schwimmen, Wellness, Massagen etc.pp. – dies auszuprobieren war für uns leider aus zeitlichen Gründen kaum möglich, so dass wir dies nur von einem anderen Team erfahren hatten.

Die Zimmereinrichtung

Die Zimmereinrichtung war typisch für ein 3-Sterne Hotel. Ein großes Zimmer, was der Arbeits- und Schlafbereich war und das Bad. Im Zimmer selbst fand man einen großen Kleidungsschrank mit integriertem Safe, dieser hatte leider nur die Größe, das die Geldbörse sicher war. Das Bett war natürlich frisch bezogen und als kleines Willkommenspräsent lag auf jedem Kopfkissen eine kleine Packung Gummibärchen eines sehr bekannten Herstellers.

Jede Bettseite verfügte über einen kleinen Nachtischschrank, Licht und Steckdose. Der Radiowecker, den nur eine Bettseite hatte, war bei mir leider defekt (Männer sind ja bei Technik immer neugierig), was mich jedoch nicht störte, da ich meinen Wecker via Smartphone immer bei mir habe und mich ungern auf fremde Weckhilfen verlasse. Viel Licht gab es im Zimmer, zum einen hatte ich ein großes Fenster mit Blick auf ein gerade geackertes Feld (Idylle pur). Überrascht hat uns am 1 Tag gegen Nachmittag dann das Geräusch einiger Militär-Jets und Militärhubschrauber. Wie wir später recherchierten befand sich etwa 15 Kilometer entfernt ein Fliegerhorst. Dies störte uns jetzt nicht, wir sahen jedem ankommenden und wegfliegenden Jet / Hubschrauber hinterher – das Kind im Mann eben und der Vorteil: meist waren diese Geräusche nur wenige Minuten, abends war gar nichts zu hören.

Aber zurück zum Licht. In meinem Zimmer (und auch bei besuchten Kollegen) fand man zum einen die 2 oben erwähnten Nachtischlampen, dann eine Schreibtischlampe und eine Standlampe – ähnlich einem Deckenfluter. Meine Einrichtung umfasste ein großer Schreibtisch und zwei  bequeme Stühle – in anderen Zimmern gab es noch einen recht weichen Sessel. Der Radiowecker funktionierte nicht, dafür aber der Flat-TV, mit allen bekannten Standardsendern.

Das Bad war relativ groß, heißt ich konnte mich dort mühelos bewegen ohne mich mit den Ellenbogen an den Wänden zu stoßen, wie in der vorhergehenden Unterkunft – hier war das Bad groß, beinhaltete natürlich ein WC, was optisch sehr sauber war, ebenso die Toilettenbürste, Toilettenpapier (Reserve war ebenfalls vorhanden). Zur Standardausstattung befanden sich ein Fön, diverse Spiegel, ein großer Wandspiegel beim Waschbecken, Seifenspender und ein Wandhandtuchhalter (temperiert). Die Dusche war sauber, etwas Kalk fand ich am Duschkopf, aber dies war nur minimal. Ansonsten kein Schimmel, kein Fremdgeruch – hier hatte man also gelernt, sauber zu machen wenn Gäste kommen.

Die Handtücher wurden täglich gewechselt ( wenn man sie auf den Badfußboden legte) – hing das Hand- / Badetuch am Haken, war es das Zeichen vom Gast „Ich benutze es noch einmal“ – ansonsten wurde auch täglich das Bett gemacht und der Abfalleimer geleert – so muss Service sein.

Essen

Wie oben schon erwähnt verfügte das Hotel über 2 Etagen mit je einem linken und rechten langen Flur zu den verschiedenen Zimmern. Insgesamt verfügte das Hotel über 39 Doppelzimmer, 11 Dreibettzimmer, 12 Vierbettzimmer und 2 Appartements – laut Webseite des Hotels findet man so 167 Betten. Ich hatte die kleine Ehre ein Doppelzimmer für mich allein  für 3 Tage zu haben und genoss die Einsamkeit, denn wenn man viele Stunden unterwegs ist durch Anfahrt und Vorbereitungen, dann die täglichen Fahrten zur Arbeit – freut man sich abends einfach mal auf ein wenig Ruhe, auch wenn die nur kurz war, denn eines war bei uns immer Pflicht: Der Kaffee nach der Ankunft im Hotel, nach dem aufstehen Frühs und zwischendurch und so trafen wir uns meist zu dritt auf meinem Zimmer und genossen diese Zeit mit dem leckeren bräunlichen Getränk.

Im „Sporthotel Middelpunkt“ selbst gab es keine Möglichkeit, sich etwas zu essen zu kaufen oder zu bestellen, heißt intern gab es keine Anlaufstelle. Wir hatten zwar gelesen, das es die Möglichkeit gab, einen Minishop zu besuchen und dort einzukaufen – aber selbst wenn wir dieses Angebot wahrgenommen hätten – es gab keine Küche, keinen Herd etc. Im Hotelkomplex befand sich ein kleines Italisches Restaurant, welches Montag Ruhetag hatte, jedoch haben wir dann gleich am Dienstag einen Tisch für 9 Personen reserviert.

Die Preise hier waren akzeptabel, ich hatte eine Pizza (der Klassiker) und ein Bierchen – das Essen meiner Kollegen sah frisch aus, schmeckte auch allen (so wurde es zumindest erzählt) und das Ambiente war stilvoll und dennoch einfach – die Toiletten waren sauber und auch hier achtete man auf das gewisse etwas – auf den Gängen befanden sich Räucherstäbchen, welche einen angenehmen Duft verbreiteten. Die Mitarbeiter, speziell die Kellnerin waren freundlich und auch immer da um zu fragen, ob es noch etwas sein dürfte. Zum Schluss wurden wir alle noch auf einen Gratislikör eingeladen.

Wer etwas mehr Hunger oder eben keine Lust auf italienische Speisen hatte, musste dann eben einen Spaziergang zur „Alten Post“ machen, dort war dann das hauseigene Restaurant. Da wir ein eingeschränktes Budget hatten, blieb uns dieser Weg leider erspart und so nahmen wir am ersten Tag wie oben angedeutet im kleinen italienischen Restaurant Platz und genossen dort die Zeit, bis es dann hieß „Es ist Bettzeit“.

Zimmerpreise

Einzelzimmer------ ab 50,00 Euro / Tag
Doppelzimmer------ab 72,00 Euro / Tag 
Dreibettzimmer------ab 91,00 Euro / Tag
Vierbettzimmer------ab 105,00 Euro/ Tag
Frühstücksbuffet  ------ 5,- Euro / Person
Halbpension -- 3-Gang-Menü -- 14,50 Euro / Person
(Informationen von Hauseigenen Webseite)


Meine Meinung

Hier haben wir uns doch recht wohl gefühlt. Das Sporthotel Middelpunkt lag etwas abseits, umgeben von Feldern und kleinen Wäldern, wer es also Naturnah mag ist hier an der richtigen Stelle. Leider hat der Springbrunnen vor dem Hotel nicht funktioniert, diesen hatten wir nämlich auf dem Firmeneigenen Video im Vorfeld gesehen und waren etwas enttäuscht, als das Becken leer und der Brunnen inaktiv war. Parkplätze waren reichlich vorhanden, so gab es etwa 10 direkt vor dem Hotel (auf dem Hotelgelände) und schätzungsweise etwa 30 gleich hinter dem Hotel (ebenfalls Hotelgelände).

In der Nacht konnte man ruhig schlafen, ab und an hörte man jemanden auf den Gang vorbeilaufen, aber diese Geräusche hielten sich in Grenzen. Die Betten waren weich, leider hatte meines etwas gequietscht, dies wurde auch auf diversen Internetportalen schon bemängelt – aber auch hier muss ich sagen, es war im Bereich des erträglichen – dennoch ziehe ich hier einen Punkt in der Bewertung ab. Dieser Abzug war somit eigentlich auch schon das schlimmste am ganzen – wir haben hier nur einige Tage verbracht und hätten sehr gern noch eine weitere Zeit hier verweilt. Sauberkeit, Größe, Ausstattung – alles war hier zufriedenstellend und akzeptabel. Wie immer zum Schluss meine Frage „Würde ich hier privat noch einmal übernachten wollen?“ JA !



Danke fürs Lesen.
©Samstag, 19. September 2015









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